Die Besteuerung der Erwerbsminderungsrente

Die Besteuerung bei der EM-Rente (früher EU Rente) wir ebenso gehandhabt wie bei jeder anderen Rente auch und ist nach § 22 EstG unter sonstige Einkünfte beschrieben. Zwischen gesetzlichen und privaten Renten unterscheidet der Gesetzgeber nicht. Als die Besteuerung im Jahr 2005 eingeführt wurde, war nur die Hälfte einer Rente dem Steuergesetz unterworfen. Dieser Anteil steigt seither um zwei Prozent pro Jahr und liegt für 2014 bei 68 Prozent. Wenn im Jahr 2020 die 80 Prozent erreicht sind, findet jährlich nur noch eine Steigerung um ein Prozent statt. Im Jahr 2040 sind dann demnach 100 Prozent erreicht. Im Vergleich zur Regelung, die bis 2004 galt, spielt bei der neuen Regelung das Lebensalter des Rentenbeziehers keine Rolle mehr. Für die Höhe der Steuer ist ausschließlich das Lebensalter bei Renteneintritt von Bedeutung.

Rentenanpassungen und Besteuerung

Auch wer eine Rente wegen Erwerbsminderung bezieht, kann sich auf Erhöhungen freuen. Wie bei jeder anderen gesetzlichen Rente steigt nur der steuerpflichtige Teil der Rente, während der andere betragsmäßig festgeschrieben wird. Die Erhöhung des steuerpflichtigen Teils der Rente fällt jedoch so hoch aus, dass darin die gesamte Erhöhung der Rente eingeschlossen ist. Der Bezieher einer Rente merkt diese vom Gesetzgeber vorgenommene Unterscheidung also nicht. Im Ergebnis bedeutet es, dass der Rentenanpassungsbetrag voll versteuert wird.

Keine Regel ohne Ausnahmen

Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens, gibt es bei der Rentenbesteuerung Ausnahmen. Der steuerfreie Anteil liegt im Jahr bei 8.354 Euro pro Jahr. Einkünfte bis zu dieser Summe sind also steuerfrei. Wer eine höhere Rente bezieht, kann sich auf das Finanzamt verlassen, das diesen Betrag bei der Steuererklärung abzieht. Wichtig für alle, die eine EM-Rente beziehen, ist darauf zu achten, dass die Rente mit einem eventuellen Zusatzverdient versteuert wird.

Im Detail erwartet das Finanzamt folgende Angaben:

  • Höhe der Rente und die Summe aller Nebeneinkünfte als getrennte Angaben.
  • Die Werbungskostenpauschale, die mindestens 102 Euro beträgt.
  • Ausgaben für Haftpflicht und Unfallversicherung, die unter sonstige Aufwendungen fallen.
  • Des weiteren Ausgaben für Pflegedienste, Haushaltshilfe und Handwerkerleistungen.
  • Bescheinigte Spenden und Beiträge für politische Parteien.