Die EU Rente beantragen

Eine Rente wegen Erwerbsminderung kann beantragen, wer nach einem Unfall oder nach einer schweren Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf vollumfänglich auszuüben. Allerdings gibt es dabei seit der Rentenreform vom 1. Januar 2001 gewisse Einschränkungen. Wer vor diesem Zeitpunkt einen Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsrente hatte, behält diesen Status. Das schließt alle Personen der Jahrgänge bis 1961 ein. Nach einer Wartezeit von 20 Jahren können auch Behinderte eine Erwerbsminderungsrente beantragen, ebenso wie Menschen mit einer teilweisen Erwerbsminderung.



Antrag muss schriftlich gestellt werden

Der EU Rente Antrag für eine Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung muss schriftlich beim Rentenversicherungsträger gestellt werden. Dazu sind beim Rentenversicherungsträger die entsprechenden Formulare erhältlich. Der Antragsteller kann diese entweder telefonisch oder schriftlich anfordern, wobei kein Brief geschrieben werden muss. Eine Anfrage per E-Mail reicht aus. Zum Antragsformular erhält der Antragsteller vom Rentenversicherungsträger ein Merkblatt mitgeschickt. Darin ist alles aufgeführt, was beim Ausfüllen des Rentenantrags beachtet werden muss. Die Rentenversicherungsträger, die früher unter Namen wie Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), Knappschaft oder Bahnversicherung bekannt waren, sind mittlerweile anders organisiert und in verschiedene Regionen beziehungsweise Bundesländer verteilt:

  • Berlin-Brandenburg
  • Baden-Württemberg
  • Bayern Süd
  • Braunschweig-Hannover
  • Bund
  • Hessen
  • Mitteldeutschland
  • Knappschaft See
  • Nord
  • Nordbayern
  • Oldenburg-Bremen
  • Rheinland
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Schwaben
  • Westfalen



Sorgfalt beim Ausfüllen des Rentenantrags

Da jeder Versicherte jährlich über den aktuellen Kontostand schriftlich informiert wird, kennt er auch seinen Versicherungsträger und dessen Anschrift. Um Nachfragen zu vermeiden, die den Antrag verzögern, sollte der Antrag mit Sorgfalt ausgefüllt werden. Adresse und Rentenversicherungsnummer müssen stimmen. Ebenso wichtig ist es, alle ärztlichen Atteste beizufügen, die über den derzeitigen Gesundheitszustand Auskunft geben. Es kann dem Antrag auch ein Beleg über die geleisteten Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung beigelegt werden. Das ist aber kein Muss, denn die Zahlen sind bei dem Versicherungsträger gespeichert. Nach Eintritt der Erwerbsminderung sollte der Antrag innerhalb von sechs Monaten gestellt werden. Wenn die EM-Rente bewilligt wird, erhält der Versicherte die Rentenzahlung rückwirkend.

Selbstverständlich ist es auch möglich, die Rente später zu beantragen. Eine rückwirkende Gewährung ist dann allerdings nicht mehr möglich. Der Antragsteller erhält die Bewilligung ab der Antragstellung und die Auszahlung frühestens ab dem 1. des Monats, in dem der Antrag bewilligt wurde.