Erwerbsminderungsrente fällt niedriger als Altersrente aus

Der Gesetzgeber unterscheidet bei der Berechnung der Renten zwischen Erwerbsminderungsrente, Altersrente oder zum Beispiel einer Altersrente, die im Vergleich zu den anderen Rentenarten in der Regel am höchsten ausfällt. Der Unterschied ergibt sich daraus, dass bei den verschiedenen Renten ein unterschiedlicher Rentenfaktor angesetzt wird. Mit diesem Faktor und dem letzten Bruttoeinkommen wird die zukünftige Rente berechnet. Für eine volle Erwerbsminderungsrente wird mit dem Faktor 1 gerechnet, während bei einer teilweisen Erwerbsminderung Faktor 0,5 genommen wird.

Können Selbstständige auch eine Rente wegen Erwerbsminderung beanspruchen?

Wer als Selbstständiger freiwillig in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat, der genießt dieselben Rechte wie jeder andere Pflichtversicherte. Er kann also im Bedarfsanfall unter den gleichen Voraussetzungen eine Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung beantragen und hat das ähnliche Prozedere zu durchlaufen wie jeder andere Versicherte auch.

Zeitweise selbstständig, zeitweise pflichtversichert

Nur in selten Fällen ist jemand vom ersten Tag seines Berufslebens selbstständig. Die meisten haben zuvor in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis gearbeitet, bevor sie den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben. Während der versicherungspflichtigen Arbeit wurden Entgeltpunkte gesammelt, die dazu berechtigen, eine EM-Rente zu beantragen. Da die Rente aber extrem niedrig ausfallen kann, ist allen Selbstständigen zu raten, sich privat für den Fall einer Erwerbsminderung abzusichern.